Schlosshof

Schlosshof

Die Planungen für die Gestaltung des Schlosshofes sind angelaufen. Das Konzept wurde bereits im Gemeinderat beraten und mit großer Mehrheit begrüßt. Darüber hinaus hat im Rahmen der Planungswerkstatt der Agenda 21 Haager Land eine Bürgerbeteiligung stattgefunden. Die Vorgaben für die Planung sind zum einen, den Charakter des Denkmals zu erhalten und keine zusätzlichen Einbauten wie z.B. eine feste Bühne oder Technikräume vorzusehen. Andererseits ist es der langgehegte Wunsch der Bevölkerung und des Haager Gemeinderats, Veranstaltungen im Schlosshof dauerhaft zu ermöglichen. Daher sind in der Planung drei Sitzstufenreihen mit Ausrichtung auf die nördliche Schlossmauer und ein befestigter ebener Platz vor der Mauer vorgesehen, auf dem eine mobile Bühne errichtet werden kann. Für Marktstände eignen sich der kreisrunde Platz rund um den Schlossturm und die Nebenbereiche, die mit Schotterrasen versehen werden. Wichtig ist in der Planung auch, dass man den Schlosshof gut und möglichst barrierearm begehen kann. In den Grafenstock, in dem bisher Anlagen der Haager Wasserversorgung untergebracht sind, könnten anschließend in einem zweiten Projekt Toiletten und ein Ticketverkauf eingerichtet werden. In den nächsten Monaten erfolgen weitere Abstimmungsschritte mit dem Landesamt für Denkmalpflege, der Städtebauförderung, dem Landratsamt und dem Gemeinderat.

Neugestaltung Schlosshof: Planung zum Schutz der historischen Mauern angepasst

Der Haager Gemeinderat entschied in der Sondersitzung vom 10.05.2019, die Neugestaltung des Schlosshofes aufgrund der archäologischen Funde so anzupassen, dass der Eingriff in das Bodendenkmal verringert wird. Hierzu lagen Anträge von CSU und Freien Wählern Haag vor. Unter sachkundiger Begleitung von Dr. Jochen Haberstroh vom Landesamt für Denkmalpflege diskutierte der Gemeinderat intensiv über eine Fortführung der archäologischen Grabung im ganzen Schlosshof sowie über eine mögliche Sichtbarmachung von Teilen der historischen Mauern.

Nachdem Dr. Haberstroh überzeugend dargelegt hatte, dass das Bodendenkmal am besten geschützt und für die Nachwelt erhalten bleibt, wenn es wieder vollständig zugedeckt wird, entschied sich der Gemeinderat für eine leicht veränderte Planung, durch die das Niveau der Sitzstufen um ca. 30 cm angehoben wird und somit weniger historische Steine entfernt werden müssen. Zudem bekamen die Planer den Auftrag, im Bereich der Rampe weitere Vorschläge zu erarbeiten, um auch hier den Abtrag zu minimieren. Volle Zustimmung des Denkmalamtes und des Gemeinderates erhielten die Anträge, die Ausgrabung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

In der Bauausschusssitzung vom 28.05.2019 konnten die Räte aus 3 Varianten auswählen, mit denen dieses Ziel erreicht wird. Sie entschieden sich für die unten dargestellte Variante, die die Rampe von der Burgmauer weiter abrückt. Ergänzt wird diese Variante noch durch eine kleine Treppenanlage, um bequemer zu den Sitzstufen zu gelangen. Die Mehrkosten für die beschlossenen Maßnahmen betragen ca. 55.000 €.

 

Anhänge: die in der Bauausschusssitzung beschlossene Variante und Bilder von den Führungen (Foto: J. Urban)

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